Ein Tumor ist kein einheitlicher Zellklumpen, sondern ein dynamisches Mosaik aus genetisch unterschiedlichen Zellen....
Alkoholmissbrauch stärker bekämpfen
Die Weltgesundheitsorganisation WHO muss nach Ansicht einer Forscherin den Kampf gegen Alkoholmissbrauch entschiedener führen. Etwa
2,5 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen des Suchtmittels, schreibt Devi Sridhar von der Universität in Oxford im Fachmagazin "Nature".
Laut WHO-Daten gingen vier Prozent aller Todesfälle weltweit auf das Konto des Alkohols, heisst es in dem Kommentar. Dies seien mehr Todesfälle als bei HIV/ Aids, Tuberkulose oder Malaria. Sridhar sieht die WHO in der Pflicht, ein rechtlich verbindliches Abkommen zu erlassen, ähnlich dem für die Kontrolle des Tabakkonsums.
Alkoholmissbrauch sei der drittgrösste Risikofaktor für den Verlust von Lebensjahren durch Krankheit und Behinderung. In Ländern mit mittlerem Einkommen - die fast die Hälfte der Weltbevölkerung stellten - sei Alkohol sogar das grösste Risiko.
"Die WHO ist das einzige Organ für globale Gesundheit, das rechtlich verbindliche Konventionen erlassen kann", schreibt Sridhar. Ein solches Abkommen könne Nationen dazu bringen, rechtliche Grundlagen gegen Alkoholmissbrauch zu schaffen und Gelder für den Kampf gegen Alkohol bereitzustellen.
Darüber hinaus könnten Regierungen zur Verantwortung gezogen werden.
"Erstaunlicherweise" habe die WHO in 60 Jahren nur zwei grosse Abkommen erstellt. Eines widme sich Krankheitsausbrüchen, das andere dem Tabakkonsum.
"Dies ist eine grosse verpasste Gelegenheit", schreibt Sridhar.
Alkohol im Strassenverkehr: neues Online-Lehrmittel soll / Jugendliche sensibilisieren
Was ändert der Alkohol am Verhalten im Strassenverkehr? Eine neue Website von Sucht Schweiz orientiert über die Risiken und liefert wichtige Fakten, in prägnanter und animierter Form.
Zugeschnitten auf Schülerinnen und Schüler der Oberstufe erleichtert das Online- Angebot Lehrpersonen den Unterricht zu einem für die Verkehrs¬sicherheit zentralen Thema. Früh zu sensibilisieren tut Not, denn die Jugendlichen nehmen aktiv am Strassen¬verkehr teil und ein Grossteil von ihnen wird künftig ein Auto lenken.
Sucht Schweiz setzt in ihrer Präventionsarbeit für Schulen einen weiteren Akzent und ergänzt mit dem neuen Online-Angebot bereits bestehende pädagogische Hilfsmittel. Die Website zum Thema Alkohol im Strassenverkehr wurde aus den Mitteln des Nationalen Programms Alkohol 2008-2012 in Zusammenarbeit mit bildung + gesundheit Netzwerk Schweiz finanziert. Sie liegt in Deutsch, Französisch und Italienisch vor.
Ohne erhobenen Zeigefinger informiert das Online-Lehrmittel, wie Alkohol die Fahrtüchtigkeit verändert. Es richtet sich an Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren. "Schülerinnen und Schüler nutzen oft das Velo, Mofa oder den Roller und viele sitzen schon in wenigen Jahren am Steuer eines Autos", ergänzt Sabine Dobler, Präventionsfachfrau und Projektleiterin der Website bei Sucht Schweiz. Für Lehrpersonen zeigt Sucht Schweiz auf, wie das Thema im Unterricht umgesetzt werden kann. Die Website will Wissen präzisieren sowie das Bewusstsein für die Risiken stärken.
Beispiele illustrieren die Wirkung von Alkohol Sucht Schweiz empfiehlt, keinen Alkohol zu trinken, wenn man ein Fahrzeug lenken will. Dass Alkohol das Fahren beeinträchtigt, ist bekannt. Dass schon wenig Alkohol die Sicherheit im Strassenverkehr schmälert, wird oft verkannt. Ab 0,2 Promille kommt es zu ersten Leistungseinschränkungen. Richtig zu reagieren, braucht länger; zu handeln, fällt schwerer. Fatal ist, dass Betroffene dies oft nicht merken. Im
Gegenteil: Die Risikobereitschaft steigt bei gleichzeitig sinkender Leistung.
Das Gehirn erledigt gut eingeübte Handlungen als eine Art Grundleistung. Bei unerwarteten Vorkomm¬nissen brauchen wir die so genannte Leistungsreserve.
Alkohol vermindert zuerst diese Reserve, mit steigendem Alkoholisierungsgrad dann auch die Grundleistung. Ab 0,5 Promille ist diese so stark einge¬schränkt, dass in überraschenden Situationen nicht mehr adäquat reagiert werden kann.
Und: Neulenkerinnen und -lenker benötigen bereits für alltägliche Verkehrssituationen ihre Leistungsreserve. Was für alle gilt, die ein Fahrzeug lenken, gilt deswegen für sie umso mehr: kein Alkohol am Steuer.
Zum menschlichen Leid bei Unfällen und Verletzungen kommen finanzielle und rechtliche Folgen. Wer sich im Strassenverkehr bewegt, sollte diese kennen.
Wenn Alkohol im Spiel ist, kann es zu einer Busse, einem Ausweisentzug und gar zu einer Freiheitsstrafe kommen. Die neue Website zeigt diese Konsequenzen auf.
Zentrale Links: Das neue Online-Lehrmittel "Alkohol im Strassenverkehr" ist als Website verfügbar. http://www.suchtschweiz.ch/alkoholimstrassenverkehr/
Umfassende Informationen zu den Wirkungen von Alkohol bietet das Online- Lehrmittel "Alkohol im Körper": http://www.suchtschweiz.ch/alkoholimkoerper/
Alkohol im Strassenverkehr - Risiken erkennen und Verhalten anpassen, Heft 3:
http://www.suchtschweiz.ch/fileadmin/user_upload/DocUpload/alkohol_st rass.pdf
Quelle: sda
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